Mangelnder Jugendschutz: TikTok aus indischen App Stores entfernt

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Nach einem Gerichtsurteil wurde TikTok in Indien aus den App Stores genommen. Der Vorwurf lautet, die App würde zu Pornografie anstiften und potenziellen Sexualstraftätern den Zugang zu jungen NutzerInnen ermöglichen.

Eine Gruppe junger Leute steht im Kreis und tippt auf Smartphones.
iStock.com/PeopleImages

Auf Anweisung der indischen Regierung haben sowohl Google als auch Apple das Soziale Netzwerk „TikTok“ in der vergangenen Woche aus ihren App Stores genommen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, war die App am letzten Mittwoch weder im Play Store für Android-Geräte noch im App Store für iPhone-NutzerInnen verfügbar.

Mit diesem Schritt wurde ein Gerichtsurteil von Anfang April umgesetzt. Darin wurde kritisiert, dass TikTok pornografischen Inhalten eine Plattform biete. Außerdem würde der Anbieter nicht verhindern, dass pädosexuelle NutzerInnen in Kontakt mit Kindern treten.

Mangelnder Jugendschutz: TikTok weltweit in der Kritik

Erst im Februar wurde gegen den Betreiber von TikTok eine Geldbuße von 5,7 Millionen US-Dollar verhängt. Der Vorwurf der US-Verbraucherschutzbehörde lautete, dass in der App unerlaubt Daten von NutzerInnen unter 13 Jahren gesammelt wurden. Mit den USA und Indien steht TikTok in zwei Ländern in der Kritik, in denen die App laut Statista die höchsten Downloadzahlen verzeichnen kann.

TikTok sicher einrichten

Oft wollen Kinder TikTok unbedingt nutzen. Wenn Eltern ihren Kindern die App erlauben, können Sie mit wenigen Einstellungen für mehr Sicherheit sorgen. SCHAU HIN! empfiehlt, das Profil des Kindes in jedem Fall privat zu stellen. So kann es besser bestimmen, wer die eigenen Beiträge sieht und wer Kontakt aufnehmen kann. TikTok bietet auch einen eingeschränkten Modus an, in dem Inhalte herausgefiltert werden, die nicht für alle Altersgruppen geeignet sind.